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Stadt ohne Namen - Die Mythologie besagt,
dass die Göttin Athene und der Meeresgott Poseidon um die Gunst
der bis dato namenlose Stadt - dem heutigen Athen - wetteiferten.
Derjenige von ihnen, der den Bewohnern das schönste Geschenk machen
würde, sollte Namenspatron werden. Während Poseidon einen Salzwasser
spuckenden Brunnen schenkte, bekamen die Einwohner von Athena einen
Olivenbaum, der ihnen sowohl Holz als auch Nahrung und Öl gab. Damit
war klar, wer Namenspatronin wurde. Eine andere Überlieferung besagt,
das König Kekrops der Gründer der Stadt Athen sei. Das macht sich
auch in der alten Namensgebung der Stadt - Kekropia - bemerkbar.
Athen ist die Hauptstadt von Griechenland
und hat einschließlich des Hafens Piräus und der vielen Vororte
rund 2,8 Millionen Einwohner (2001). Athen liegt inmitten der attischen
Ebene und ist nahezu von allen Seiten von Bergen umgeben: im Westen
grenzt das Ägaleos Gebirge an (465 m), im Norden die Berge des Parnes
(1413 m), im Nordosten ist Athen vom Pentelikon (1109 m) umgeben
und im Osten grenzen die Hymettos Berge an (1026 m). Im Süden und
Südwesten fällt eine kleinere Hügelkette sanft zum Meer ab. Im Stadtgebiet
selbst erheben sich der Akropolishügel (156 m) und der Lykabettos
(277 m). Von welcher Seite man sich der Stadt auch nähert, als erstes
wird man ihr Wahrzeichen, die Akropolis, erblicken. Die Akropolis
macht Athen wie schon ehedem in der Antike auch heute zum kulturellen
und geistigen Mittelpunkt Griechenlands. Athen ist sowohl Sitz der
Regierung Griechenlands als auch des Parlaments. Zudem ist Athen
Universitätsstadt und besitzt eine Technische Hochschule. Athen
ist auch Sitz des orthodoxen Erzbischofs und des römisch-katholischen
Erzbischofs. Athens Geschichte - bereits
im zweiten Jahrtausend v. Chr. war die Akropolis bewohnt und befestigt.
König Theseus soll hier die attischen Kommunen zu einem ersten Staat
vereinigt haben. Im Tal zwischen Parnes, Pentelikon und Hymettos
wuchs zu Füßen der Akropolis schnell das aufblühende Athen. Doch
erst mit des Inkrafttreten einer demokratischen Verfassung durch
Solon im Jahr 594 v. Chr. begann die Entwicklung Athens zum kulturellen
und politischen Mittelpunkt des Landes. Während der Perserkriege
wurde Athen von den vordringenden Persern, die vom Thermopylenpass
her eindrangen, geplündert. Durch den Sieg bei Salamis (480 v. Chr.)
und die Eroberung von Platää (479 v. Chr.) und durch den Zusammenschluss
im Attisch Delischen Seebund gelang es Athen jedoch, die Führung
in Griechenland zu erringen. Somit begann der ruhmreiche Wiederaufbau
der Stadt. Ab 460 v. Chr. ließ Themistokles Athen durch den Bau
der "Langen Mauern" befestigen. Perikles schliesslich baute die
Akropolis neu auf. Im Jahr 438 v. Chr. wurde der Panthenon fertig
gestellt, und in den folgenden Jahren entstanden die weiteren Bauten
des "heiligen Hügels". Zur Zeit des Peloponnesischen Krieges (431
- 404 v. Chr.) begann Athens Abstieg und Sparta wurde Führungsmacht.
Zur Zeit der Gründung des Zweiten Attischen Seebundes (377 v. Chr.)
fand in Athen noch einmal eine Blüte statt, die aber 338 v. Chr.
durch dem Sieg Philips dem II von Makedonien bei Chäronea schlagartig
beendet wurde. Als die Römer in Griechenland eindrangen, eroberte
schliesslich Sulla 86 v. Chr. Athen, das dann unter Kaiser Hadrian
im 2. Jahrhundert n. Chr. einen letzten Aufschwung erfuhr.
Als das Römische Reich (395) geteilt wurde,
kam Athen mit dem übrigen Griechenland unter byzantinische Herrschaft.
Von 1204 bis 1456 herrschten hier fränkische Kreuzfahrer und ihre
Nachfahren als Herzöge. Dann fiel Athen an die Türken, die sich,
nur unterbrochen durch eine kurze Herrschaft der Venezianer, bis
zum griechischen Befreiungskampf (1821 - 1830) Athen halten konnten.
Zunächst war Nauplia die Hauptstadt des
neuen unabhängigen Griechenlands. Schon 1834 machte der neu gewählte
König Otto Athen zu seiner Residenz. Seitdem hat Athen einen immensen
Aufschwung genommen. Er konnte auch durch die Niederlage im Kampf
gegen die Türken (1922) nicht aufgehalten werden, als Athen 130
000 und Piräus 100 000 griechische Rückwanderer aus Kleinasien aufnahm.
In Athen entstanden viele neue Stadtviertel und so überstieg Einwohnerzahl
Athens, die 1834 nur etwa 14 000 Einwohner betrug, zählte, alsbald
die Millionengrenze.
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