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Land und Leute - Spanien grenzt im Südwesten und
im Norden an den Atlantischen Ozean. Der Spanier benutzt für die
Nord- und Nordwestküste in der Regel zwei Bezeichnungen. Die Nordküste
von der Mündung der Bidasoa (französischspanische Grenze ) bis zum
Cabo Finisterre nennt er meist kantabrische Küste, weil für ihn
der Golf von Biscaya das Mar Cantabrico, das Kantabrische Meer,
ist. Die Bezeichnung Atlantikküste ist dem Abschnitt Cabo Fjnisterre
bis zur Mino-Mündung vorbehalten. So ergeben sich zwei annähernd
quadratische Gebiete im Osten und Westen, von denen das östliche
aus den Provinzen Navarra, Guipuzcoa, Vizcaya, Alava und Logrono
besteht, während das westliche von den Provinzen Lugo, La Coruna,
Pontevedra und Orense gebildet wird. Die Verbindung zwischen diesen
beiden Gebieten stellen die Küstenprovinzen Santander und Oviedo
her. Wer eine Nordspanien Reise unternimmt, stellt fest, dass der
Norden Spaniens gegenüber dem Süden nach wie vor eine eher bescheidene
Rolle spielt, daran kann auch das berühmte Seebad San Sebastian
nicht viel ändern. Das bedeutet aber keineswegs, daß der Norden
Spaniens keine touristischen Qualitäten und Attraktionen besitzt;
sie warten allerdings vielfach noch auf ihre Entdeckung. Inzwischen
gibt es viele attraktive Angebote für Pauschalreisen an die spanische
Atlantikküste. Die weltberühmten Malereien in der Höhle von Altamira,
die Baudenkmäler von Santiago
de Compostela, die Riasküsten und die Bergwelt der Picos
de Europa sind einige der großen Attraktionen - und neben ihnen
gibt es viele kleine. Lage, Grenzen, Größe -
Das Gebiet, das als Spanische Atlantikküste bezeichnet wird, ist
gegen Zentralspanien durch Gebirgszüge abgegrenzt. Lediglich im
Osten, wo das parallel zur Küste verlaufende Gebirge weniger stark
in Erscheinung tritt, werden die südlich des Gebirges gelegenen
Provinzen Logrono und Navarra in die Darstellung einbezogen. So
ergibt sich ein Gebiet, das rund 68000 qkm groß ist (gut 15 Prozent
Spaniens; fast genau doppelt so groß wie das deutsche Bundesland
Nordrhein-Westfalen). Von den nordspanischen Provinzen gehören Vizcaya,
Guipuzcoa und Pontevedra zu den am dichtesten besiedelten des Landes.
Klima - Die spanische Atlantikküste hat
ozeanisches Klima mit milden Sommern und Wintern und reichlichen
Niederschlägen. Zwischen dem Klima der atlantischen Küste (im engeren
Sinn, also zwischen Cabo Finisterre und Mino-Mündung) und dem Klima
der kantabrischen Küste besteht insofern ein Unterschied, als es
an der kantabrischen Küste das ganze Jahr über etwas kühler zu sein
pflegt als an der atlantischen. Während warme Winde aus dem Süden
und Osten die atlantischen Küstenlandschaften ungehindert erreichen
können, erweist sich das Kantabrische Gebirge für die Südwinde als
unüberwindlich. Die folgenden klimatischen Angaben für San Sebastian,
Santander und La Coruna vermitteln ein Bild von den klimatischen
Verhältnissen ganz Nordspaniens. Die erste Zahl hinter dem Ortsnamen
bezeichnet die durchschnittliche Höchsttemperatur im wärmsten Monat
(August), die zweite die durchschnittliche Höchsttemperatur im kältesten
Monat (Januar): San Sebastian 1 9,4° - 8,7° C; Santander 19,8° C
- 9,4°C; La Coruna 18,0°C - 9,8°C. Der Jahresdurchschnitt der Niederschläge
liegt an allen drei Orten zwischen 1200 und 1600 mm. Trockenmonate,
die es in fast allen anderen Gegenden Spaniens gibt, kennt der Norden
nicht. Von allen diesen Durchschnittswerten gibt es Abweichungen,
die im Bergland besonders groß sein können. Die günstigste Reisezeit
für einen Nordspanien Urlausreise ist der Sommer, wenn man man Badeferien
verleben mag oder Bergwanderungen unternehmen will. Will man auch
nach Zentralspanien reisen, dann ist es zu empfehlen, die Reise
im Früh- oder Spätsommer zu machen, weil es im Hochsommer in Zentralspanien
sehr heiß ist.
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