Die britischen Kanalinseln
(Channel lslands) liegen der französischen Küste zwischen St.-Malo
und Cherbourg vorgelagert. Wegen des Golfstroms ist ihr Klima milder
als das der englischen bzw. französischen Küste, ihre Vegetation
bunter und reichhaltiger. Die schönen Badestrände, die ausgezeichneten
touristischen Möglichkeiten (Golf- und Tennisplätze, Wasserskifahren,
Surfen, Fischen, Abendunterhaltungen, Discos, Clubbing usw.), die
vielen guten Hotels und Pensionen aller Preisklassen, aber auch
die Fülle von Sehenswertem, das Malern, Historikern, Archäologen
und Naturliebhabern ein reiches Betätigungsfeld liefert, haben die
Kanalinseln in den letzten Jahren zu einem der bedeutendsten Fremdenverkehrszentren
in Westeuropa gemacht.
Politische Zugehörigkeit der Kanalinseln - sie gehören
zu den Britischen Inseln, jedoch im Gegensatz zu Schottland, Wales
und Nordirland, nicht zum Vereinigten Königreich. Sie sind nicht
der Krone untertan. Ihre Bindung zu Großbritannien liegt in einer
selbstgewählten Loyalität zur englischen Krone, die bis auf die
Zeit von Wilhelm dem Eroberer zurückzuführen ist. Unabhängig voneinander
besitzen Jersey und Guernsey (mit den kleineren Inseln Sark, Herrn,
Alderney und Jethou) Regierungen mit selbstgewählten Parlamenten.
Land und Leute : Obwohl die Inselbewohner britisch sind,
gibt es überall deutliche Anzeichen der normannisch-französischen
Vergangenheit. Viele Familiennamen zeigen Spuren dieser Abstammung.
Die Straßennamen sind sowohl in französischer wie in englischer
Sprache angegeben, viele Inselbewohner sprechen noch immer das "Insel-Patois"
ihrer Vorfahren. Haupterwerbszweige sind der Gartenbau, die Rinderzucht
und der rege Fremdenverkehr, von dem die Wirtschaft der Inseln abhängig
ist.
Anreise mit dem Flugzeug: Nach Jersey und Guernsey
gibt es täglich Flugverbindungen von Birmingham, Blackpool, London,
Southampton, Bourneniouth, Bristol, Cardiff, Exeter, Leeds/Bradford,
Manchester, Liverpool, Newcastle; Paris, Dinard, St. Brieuc, Cherbourg;
auch von Deutschland aus gibt es direkte Flugverbindungen. Anreise
mit dem Schiff : Fähren und Speedboote zu den Kanalinseln gibt es
von St. Malo, Granville, Port Bail, Carteret; Weymouth, Portsmouth.
Außerdem sind alle Inseln durch ständige Fähren miteinander verbunden.
Jersey (72 qkm gross ) ist mit etwa 14 km Länge und 5 km
Breite nicht nur die größte, sondern auch die reizvollste und landschaftlich
schönste der Kanalinseln. Sie liegt nur etwa 20 km vom französischen
Festland entfernt. Jersey wird hauptsächlich wegen seiner abwechslungsreichen
Küsten und wegen seiner schönen Badestrände besucht, gilt aber auch
- da keine Umsatzsteuer erhoben wird - als "Einkaufsparadies": Alkohol,
Tabak, Parfum und andere Luxusartikel sind hier viel billiger als
am französischen oder englischen Festland. Nach Jersey werden viele
Pauschalreisen angeboten und auch die Versorgung mit Hotels, B&Bs
sowie Pensionen kann als flächendeckend bezeichnet werden.
St. Helier, Jerseys Hauptstadt, liegt am Ostrand der St
Aubin's Bay und besitzt einen großen Fährschiffhafen und einen Hochsee-Fischereihafen.
Nur wenige Schritte vom Hafen entfernt liegen das Jersey Museum
(Ausstellungsstücke aus dem täglichen Leben der Insel) und die Barreau
Art Gallery. Vor der Stadt liegt in der Bucht an der Stelle eines
früheren Eremitenklosters das Elizabeth Castle (um 1600). Die Burg
ist bei Flut mit einer Fähre zu erreichen, bei Ebbe über einen schmalen
Damm. Das hoch über der Stadt liegende Fort Regent (Seilbahn) aus
den Jahren 1806 bis 1814 wurde in einen Erholungs- und Vergnügungspark
mit einer Schwimmhalle, Minigolf, Tennis- und anderen Sportplätzen,
Bistros, Cafeterias, Kinderspielplatz und zahlreichen anderen touristischen
Einrichtungen umgestaltet. Sehr schön ist der Blick, den man von
hier über St Heuer und die St Aubinsbucht hat.
|