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Kreta ist mit 8335 qkm die größte Insel Griechenlands
und die fünftgrößte im Mittelmeer. Sie ist ca. 260 km lang und misst
in der Breite zwischen 14 und 60 km. Kreta hat etwa 600.000 Einwohner.
Die Insel ist sehr fruchtbar und hat ein mildes Klima. Kreta ist
von Westen nach Osten von mehreren Gebirgsmassiven durchzogen :
der Weißen Berge (Lefka Ori , 2452 m), dem Bergland von Lassithi,
mit dem Dikte-Gebirge (Oros Dikti, 2148 m) und dem Ida Gebirge (Oros
Idi oder Psiloritis, 2456 m). Zwischen diesen Gebirgen öffnen sich,
vor allem nach Norden zu, grosse Ebenen, die eine ergiebige landwirtschaftliche
Nutzung zulassen. Die Küste im Norden ist zumeist flach und und
hat viele Buchten; die Südküste hingegen fällt steil zum Meer hin
ab. Auf Kreta werden vor allem Orangen, Oliven, Weintrauben und
sogar Bananen angebaut. Kreta und sein Paläste
- Schon in der Jungsteinzeit wurde Kreta von einem vermutlich
aus Kleinasien zugewanderten Seefahrervolk besiedelt. Um 2600 v.
Chr. lassen sich, vielleicht aufgrund neuer Einwanderungen aus dem
Mittelmeergebiet, eindeutig die Anfänge einer eigenständigen Kultur
feststellen. Diese wird auch die "minoische Kultur" genannt. Die
Vorpalastzeit (2600 - 2000 v. Chr.) brachte auf Kreta viele, unterschiedliche
Keramikstile hervor. Die ältere Palastzeit (2000 - 1700 v.Chr.)
zeichnete sich durch höchst professionell erbaute Paläste in Mallia,
Agia Triada, Knossos, Phästos, und Kato Zakros aus. Gegen 1700 v.Chr.
fielen alle Bauten Kretas wahrscheinlich einem Erdbeben, ev. aber
auch der Invasion eines fremden Volkes zum Opfer. Um 1650 v. Chr.,
in der jüngeren Palastzeit (1700 - 400 v. Chr.), wurden die Paläste
größer und wesentlich prunkvoller neu erbaut. Besonders Freskenmalerei
und die Gold- und Keramikarbeiten erreichten einen Höhepunkt künstlerischen
Schaffens auf Kreta. Die Verwendung der Buchstabenschrift Linear
B, einem Vorläufer der griechischen Schrift (um 1500 v.Chr.) legt
die Vermutung nahe, dass um diese Zeit Griechen aus Mykene verstärkt
Einfluss auf Kreta nahmen und wohl auch schließlich die Herrschaft
auf Kreta übernahmen. Gegen 1475 v. Chr. wurde die minoische Kultur
zerstört, trotzdem hat sie die Entwicklung der mykenischen Kultur
weitgehend mitgeprägt. Kreta und seine Mythen
- In der Mythologie spielt Kreta ebenso eine wichtige Rolle.
In einer Grotte des Dikte-Gebirges soll Zeus geboren worden sein
und in einer Höhle auf dem Berg Ida aufgezogen worden sein. Kretas
erster König, Minos, galt als erster Spross des Zeus und der von
ihm entführten Europa. Eine ganze Menge von Sagen rankt sich um
die Gestalt des Minotauros, eines Geschöpfs, halb Mensch, halb Stier,
das in einem Labyrinth lebte, welches von Dädalos erbaut wurde.
Dort soll Minotaurus dann von Theseus getötet worden sein. Theseus
floh dann von Kreta mit der Königstochter Ariadne nach Griechenland,
so die Sage.
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