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Auch die Inder waren hier - Eine Studienreise nach Vietnam
führt den Besucher zu hinduistischen und buddhistischen Tempeln,
versunkenen Königsstädten und verbotenen Kaiserstädten. Im Süden
Vietnams entstand im 4. Jahrhundert n.Chr. aus einer ehemaligen
indischen Handelskolonie das hinduistische Königreich der Champa.
Diese Kultur mit ihrem ausgeprägten Shiva-Kult hinterließ Heiligtümer,
Türme und Königsgräber aus dem 7. - 13. Jahrhundert, die heute meist
von dichtem Urwald umschlossen sind. Von den ersten Hauptstädten
des Reiches sind nur noch geringe Reste vorhanden. Das
"Champa-Reich" - Ab dem 9. Jahrhundert war Indrapura die
neue Hauptstadt des Champa-Reiches, von der heute noch das Kloster
Dong Duong aus der Gründungsphase der Stadt und die gewaltige Tempelstadt
My Son besucht werden können. Von den einst mehr als 70 Hindutempeln
und Königsgräbern wurde der Großteil im Vietnamkrieg zerstört, so
dass heute noch etwa 20 Gebäude erhalten sind. Die Ruinen der reich
verzierten Heiligtümer kämpfen gegen den alles überwuchernden Urwald
an und bilden ein faszinierendes Zeugnis der großen Vergangenheit
Vietnams. Hauptstadt Vijaya - Ab dem
Jahr 982 wurde Vijaya zur neuen Hauptstadt und zum kulturellen Zentrum
der Champa in Vietnam. Im Zentrum von Vijaya ist heute noch der
etwa 20 m hohe Turm Canh Tien erhalten. Ab dem 11. Jahrhundert sah
sich das blühende Reich immer häufiger Angriffen und Besetzungen
durch das Reich Dai Viet im Norden Vietnams ausgesetzt. Doch auch
in dieser Zeit brachte die Champa-Kultur bedeutende Bauwerke, wie
die Türme von Po Nagar in Nha Trang, hervor. Versteckte und einsame
Tempel und Pagoden verschiedener Epochen können auch bei einer Wanderung
auf den Sam Mountain erlebt werden. Die alte Kaiserstadt
Hue in Zentralvietnam gilt mit ihren über 300 Tempeln und
Pagoden als das buddhistische Zentrum Vietnams. Die Zitadelle und
die verbotene purpurne Stadt mit dem Kaiserpalast stammen aus dem
19. Jahrhundert, die Thien Mu-Pagode ist bereits etwa 200 Jahre
früher entstanden. Außerhalb der Stadt befinden sich die Gräber
der vietnamesischen Kaiser ab dem Jahr 1802.
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