Andalusien Rundreise

Andalusien Studienreise

Im tiefen Süden Spaniens liegt die autonome Gemeinschaft Andalusien. Sie grenzt im Süden an den Atlantik und das Mittelmeer, im Norden an die spanischen Gemeinschaften Kastilien-La-Mancha und Extremadura. In Andalusien befindet sich auch die südlichst gelegene Stadt Europas, Tarifa. Hier liegt der bekannte Campo de Gibraltar, an der Straße von Gibraltar, die Europa von Afrika trennt. Das Landschaftsbild wird von dem Andalusischen Faltengebirge mit der Sierra Nevada, dem Becken des Flusses Guadalquivir und der Sierra Morena bestimmt. Die Region umfasst acht Provinzen: Sevilla, Malaga, Jaen, Huelva, Granada, Cordoba, Cadiz und Almeria. Gäste, die ihren Urlaub im Rahmen einer Pauschalreise oder Rundreise in dieser Gegend verbringen, bietet Andalusien sowohl Trubel an den Küsten als auch Einsamkeit im Hinterland. Andalusien ist nicht nur Heimat des Flamencos, sondern birgt auch eine reichte Geschichte. Die lange islamische Herrschaft hat vor allem in der Architektur ihre Spuren hinterlassen. Die Herrschaft der islamischen Mauren endete durch die Reconquista 1492 in Granada.

Córdoba am Rio Guadalquivir

Córdoba sollte man unbedingt zu Fuß erkunden. Die verwinkelten Gassen und Straßen mit ihren vielen kleinen Plätzen und lauschigen Cafés bergen zahlreiche architektonische Schätze. Das bedeutendste Bauwerk der Stadt ist die Mezquita de Córdoba, die vom Emir Abd ar-Rahman I. im Jahre 785 als Moschee gebaut wurde. Sie wäre heute die drittgrößte der Welt. Sie wurde jedoch 1236 durch die Christen zu einer christlichen Kathedrale geweiht. Imposant sind die 860 Marmorsäulen mit ihren Hufeisenbögen, die Mosaiken und der Hochaltar der eingebauten Kirche. Weiterhin sehenswert ist die Alcázar de los Reyes Cristianos, ein Schloss mit einer weitläufigen, in Ebenen unterteilten Gartenanlage. Der historisch bedeutsamste Palast ist der Palacio de Viana. Er wird von Terrassen und Galerien durchzogen und beherbergt heute ein Museum mit historischen Möbeln, kostbaren Wandteppichen und Musketen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Palastruine Medina Azahara, die Römische Brücke und die Juderia. Die Juderia ist Teil der Altstadt, in der früher Araber und Juden lebten. In ihr befindet sich auch einzige erhaltene Synagoge aus dieser Zeit, die Sinagoga de Córdoba.

Die Provinz Granada

Diese Provinz ist einer der Highlights auf einer Rundreise durch Andalusien. Hauptanziehungspunkt ist Granada. Diese geschichtsträchtige Stadt bietet nicht nur wunderschöne Gärten und zahlreiche typischen Tavernen, sondern auch einen imposanten Blick auf das Bergmassiv der Sierra Nevada, dessen Berg Mulhacén mit 3478 Metern Höhe die höchste Erhebung auf dem spanischen Festland ist. Wichtigstes Bauwerk der maurischen Zeit ist die Alhambra, eine Ansammlung von Palästen mit wertvollen Stuckdecken und einem kunstvoll gestalteten Löwenbrunnen. Sehenswert sind weiterhin der Albaicín, ein ehemaliges maurisches Wohnviertel, das zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Es beherbergt Überreste der Stadtmauer, einige Stadttore und Kirchen, die über arabische Gebäude errichtet wurden. Weitere Sehenswürdigkeiten in Granada sind der alte arabische Seidenmarkt La Alcaiceria, das Börsengebäude La Lonja, die königliche Kapelle La Capilla Real, der Palast der Madraza, der prächtige Renaissance-Tempel San Jerónimo und die Zigeuner-Höhlen von Sacromonte, die zum Teil in Restaurants umgewandelt wurden und dadurch ein besonders außergewöhnliches Ambiente bieten.

Sevilla, Stadt der Türme

Auch hier prägt der maurische Baustil die Stadt, jedoch kann man auch Spuren der römischen Geschichte und gotische Elemente, vor allem in der Altstadt, bewundern. Um die Stadt zu entdecken, kann man sich ein Fahrrad mieten oder eine Busrundreise buchen. Auch romantische Kutschfahrten werden angeboten. In der Altstadt von Sevilla dominieren enge Gassen, ein wahres Labyrinth. Das Stadtviertel Santa Cruz ist besonders malerisch. Auch die kunstvoll angelegten Plätze sind erwähnenswert, wie zum Beispiel die Plaza del Duque mit ihrer schönen Promenade, die Plaza de San Francisco und die Plaza de la Encarnación. Sehenswert sind weiterhin die gotische Kathedrale Maria de la Sede, in dessen Nähe sich das Museo del Baile Flamenco befindet, das einzige Flamencomuseum weltweit. Hervorzuheben sind auch der maurische Palast Alcázar, der reich verzierte Glockenturm Giralda, der großartige Parque de Maria Luisa, der maurische Palast Casa Pilatos, der Palast von San Telmo mit der Costurero de la Reina und der maurische Turm Torre de Oro. Im Rahmen der Expo 1992 wurde das Cartuja-Kloster restauriert. Hier wurde einst Christoph Kolumbus bestattet.

Badeurlaub in Andalusien

Neben dem mitunter anstrengenden Städteprogramm können sich die Besucher ihren Urlaub mit einem Aufenthalt an den Küsten versüßen. Einen Badeurlaub kann man in fast allen Küstenorten am Atlantik oder Mittelmeer verbringen. Zu erwähnen sind der Ort Cadiz mit seinen feinen hellen Stränden und dem klaren Wasser, die Costa de Almeria mit ihren angrenzenden sehenswerten Naturschutzgebieten, die Costa de la Luz mit ihren Jachthäfen, Golfplätzen und dem breiten Unterhaltungsangebot und die Costa del Sol mit ihren mondänen Orten Marbella und Malaga. In die Küstenregionen werden zahlreiche Pauschalreisen angeboten