Santiago de Compostela Urlaub

Pilgerreisen Santiago de Compostela – Hauptstadt der Provinz La Coruna, liegt in 260 m Höhe innerhalb der galicischen Hügellandschaft auf einem isolierten Hügel, der von den südwestlich der Stadt sich vereinigenden Flüssen Sar und Sarela berührt wird. Die an Sehenswürdigkeiten ungewöhnlich reiche Altstadt ist zum weitaus größten Teil unverfälscht erhalten geblieben und zählt zu den großen Attraktionen eines Spanien Urlaubs, zu den spanischen Städten, die eine Reise wert sind. Santiago de Compostela ist wie eh und je der religiöse Mittelpunkt Galiciens. Es ist Sitz eines Erzbischofs und einer bedeutenden Universität und sollte bei einem Nordspanien Urlaub unbedingt besucht werden. Da immer mehr Menschen den Jacobsweg, meist in mehreren Etappen, beschreiten, bieten Reiseveranstalter auch interessante Angebote für Pilgerreisen nach Santiago de Compostela an.

Geschichte – auf den Spuren Jacobus‘ – Die geschichtlichen Anfänge von Santiago sind von Legenden umrankt und genau das macht eine Pilgerreise hierher so spannend. Der Apostel Jakobus der Altere (Sohn des Zebedäus) soll auf der Iberischen Halbinsel das Christentum gepredigt haben und dann nach Jerusalem zurückgekehrt sein, wo er den Märtyrertod erlitt. Der Leichnam soll dann nach Spanien überführt worden sein. Der Legende nach erschien im Jahre 813 über einem Feld ein Stern, und man fand in einer Höhle am Rand des Feldes das Grab des Apostels Jakobus. Auf dem Feld wurde eine Kirche erbaut, um die herum eine Stadt entstand, die den Namen Campus Stellae (Feld des Sternes), Compostela, erhielt. Im Jahre 844 erschien dem König Ramiro 1. und seinen Soldaten in der Schlacht gegen die Mauren bei Clavijo (in der Nähe von Logroflo) der Apostel Jakobus, der die Schlacht zugunsten der Christen entschied und seitdem den Beinamen Matamoros (Maurentöter) trug.

Schutzpatron Jacobus – Damit war Jakobus zum Vorstreiter und Schutzpatron der Reconquista (Wiedereroberung Spaniens durch die Christen) geworden. Im Jahre 997 wurde Compostela von den Mauren zerstört. Die bald darauf erbaute neue Stadt erhielt den Namen Santiago (= Sankt Jakob) de Compostela. Mitte des 12. Jahrhunderts wurde der Santiago-Ritterorden gegründet. Ende des 12. Jahrhunderts wurde die Pilgerreise nach Jerusalem wegen des Türkeneinbruchs zu gefährlich, und binnen Kurzem entwickelte sich Santiago als Ersatz für Jerusalem zum bedeutendsten Pilgerreiseziel der europäischen Christenheit.

Mit Muschel und Hut – Die Jakobs- oder Santiagopilger mit der Muschel (als Trinkschale), dem breitkrempigen Hut, dem weiten Umhang und dem Pilgerstab gehörten bald zum Straßenbild Mittel- und Westeuropas, und die Pilgerstraßen wurden zu den vollkommensten Urlaubsstrassen der damaligen Zeit. Santiago de Compostela wurde durch die vielen Pilgerurlauber von Jahr zu Jahr reicher und schöner. Aber im Zusammenhang mit der Reformation kam es zu einem Rückgang der Pilgerzüge. Als dann im Jahre 1589 der Bischof von Santiago die Reliquien des Apostels Jakobus aus Furcht vor englischen Seeräubern versteckte, war den Pilgerreisen ein Ende gesetzt. Erst 1879 wurden die Reliquien wiederentdeckt, seitdem ist Santiago wieder Pilgerziel, und seit Hape Kerkelings Buch „Ich bin dann mal weg“ zudem ein weltbekanntes geworden.